Lesen und Lesen lassen 8/? „Ariadne“ – Jennifer Saint

Die dritte moderne Mythennacherzählung des Jahres und es bildet sich ein Muster heraus: Originaltreue vorhanden, auch wenn das an manchen Ecken sperrige oder sich nur ungewöhnlich ins realistisch-detailreiche Erzählen fügende Situationen hervorruft und das kann ich respektieren. Schade, dass die – obwohl im Fokus stehende – Schwesternbeziehung von Ariadne und Phaedra es nicht in den Titel geschafft hat und hervorheben könnte, was dieses Buch besonders macht: das Zusammenfügen von einzeln erzählten Mythen, die sich aber zeitgleich zugetragen haben könnten. Ähnlich wie bei Fry wird Saints griechische Sagenwelt dadurch greifbarer und gewinnt an Lebendigkeit. 8/10 Opferziegen für Dionysos, meinen „problematic fave“.

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