Instagram-Adventskalender 2025

Liebe alle, seit vier Tagen läuft mein erster Instagram-Adventskalender. Hinter jedem Türchen gibt es Einblicke in meine Schreibwelt. Als Autorin und Schreibpädagogin war 2025 ein spannendes Jahr für mich. Der zweite Band meiner „Deorum-Et-Hominum“-Reihe, die „Anderswelt-Abkürzung“ und einige Kurzgeschichten von mir sind erschienen. Als Schreibpädagogin habe ich mein Zertifikat abgeschlossen und meinen ersten Kurs gehalten. Ich schmiede jetzt Pläne für die nebenberufliche Selbstständigkeit. Auch habe ich begonnen, aktiv bei PAN (Phantastik-Autor*innen-Netzwerk) mitzuwirken und viele tolle Menschen dort kennengelernt, was meine Motivation, mein Schreiben ernst zu nehmen und damit an die Öffentlichkeit zu treten neu entfacht hat.

Freut euch in der Adventszeit auf:

  • Fragen und Antworten
  • Teaser zum dritten Band der „Deorum et Hominum“-Reihe
  • Vorstellungen von Kurzgeschichten
  • Vorstellungen von zukünftigen Buchprojekten
  • Schreibtipps, die mir helfen
  • Schreibübungen

Phantastischer Schreibwettbewerb Vienna Comic Con 2025 – 5. Platz

Vor einer Woche war ich auf der VIECC2025! Trotz Widrigkeiten der Deutschen Bahn haben meine Frau und ich es nach Wien (und zurück) geschafft, wo ich am 23.11. zur Preisverleihung des phantastischen Schreibwettbewerbs eingeladen war. Ich habe mit meiner Geschichte „Die Helden zuhause“ den fünften Platz gemacht. Die Geschichte wird in Kürze auf meiner Website im Bereich „Kostenlos lesen“ verfügbar sein.

Vielen Dank an die VIECC und PAN für die tolle Möglichkeit. Ich habe mich sehr gefreut, viele Gesichter wiederzusehen und neue kennenzulernen!

(c) Michael Seirer Photography
(C) Michael Seirer Photography

„Die Anderswelt-Abkürzung“ hat ein Cover!

Diesen Herbst kehrt „Das Ragnarök-Rätsel“ zurück!

Nachdem Hannah, Niall und Phebe Ragnarök-Rätsel gelöst und den wahren Schuldigen, Saville, entlarvt haben, hoffen sie auf ein ruhiges zweites Schuljahr. Phebe will ihr neugewonnenes Wissen um die Dämonen der Seinigen nutzen, um endlich das Verschwinden ihres Vaters aufzuklären. Hannah rätselt darüber, was mit ihrer Gabe des zweiten Gesichts nicht stimmt, und Niall vermisst zu seiner Überraschung die Bärengöttin Artio. Doch zwielichtige Zeiten kündigen sich an und rätselhafte Morde geschehen in den Reihe der Gelbroben und sollten diese nicht aufgeklärt werden, hängt die lang ersehnte Klassenfahrt nach Irland in der Schwebe…

Haltet die Augen offen für weitere Ankündigungen und folgt mir auf Instagram unter @amamberg_autorin !

Schreibübung zum Mitmachen

Für Fantasy muss es nicht immer gleich eine Trilogie sein! Die Ideenfindung und kurze Textsorten gehören (besonders für die Übung) auch dazu. Ein originelles Konzept ist wertvoller als Personenindex, den sich sowieso niemand merken kann. Heute entwerfen wir unsere eigene Fantasy-Welt:

Schritt 1: Schreibe 3 Regeln auf, die in unserer Welt immer gelten. (z.B. „Der Himmel ist oben.“ oder „Fische leben im Wasser.“

Schritt 2: Kehre jede der 3 Regeln ins Gegenteil um („Der Himmel ist unten.“ oder „Fische leben in der Luft.“)

Schritt 3: Suche dir eine der umgekehrten Regeln aus. Schau dich um/aus dem Fenster und schreibe darüber, was du sehen würdest, würde diese Regeln gelten.

Welches neue Weltkonzept kam bei euch heraus? Ich bin gespannt auf eure Ideen!

Das „Ragnarök-Rätsel“ geht weiter!

Meine Jugendfantasy-Reihe um ein Internat und eine geheime Organisation, die die Menschen vor den antiken Göttern schützt, geht dieses Jahr weiter!

Hannah, Niall und Phebe starten in ihr zweites Schuljahr, nachdem sie das Ragnarökrätsel gelöst haben. Wieder wird es ein spannendes Schuljahr voller Gottheiten, Fabelwesen und Dämonen…

Es gibt noch kein festes Erscheinungsdatum, aber der Text ist fertig. Ich hoffe, dass es schon im September klappt : )

Und seid ihr schon neugierig, was dieses Jahr auf dem Vogesenschloss passieren wird?

Nachdem Hannah, Niall und Phebe das Ragnarök-Rätsel gelöst und den wahren Schuldigen, Saville, entlarvt haben, hoffen sie auf ein ruhiges zweites Schuljahr. Phebe will ihr neugewonnenes Wissen über Dämonen nutzen, um endlich das Verschwinden ihres Vaters aufzuklären. Hannah rätselt darüber, warum sie immer wieder Erinnerungslücken hat, und Niall vermisst zu seiner Überraschung die Bärengöttin Artio. Doch zwielichtige Zeiten kündigen sich an und rätselhafte Morde geschehen in den Reihen der Gelbroben. Sollten diese nicht geklärt werden, hängt die langersehnte Klassenfahrt nach Irland in der Schwebe…

Koffer gepackt für die Schreibpädagogik

Der Methodenkoffer ist voll gepackt, die Stifte gespitzt, mein Zertifikat als Schreibpädagogin ist da und die Schreibwerkstatt Fabelfuchs kann auf Reisen gehen!

Danke an das Institut für Kreatives Schreiben Freiburg und die anderen Kursteilnehmerinnen für die tolle Ausbildungszeit und den kreativen Austausch ❤️

Leider ist im Sommer und Herbst 2025 noch viel zu viel los (Hochzeit, Veröffentlichung meines zweiten Buchs…), als dass ich die Freiberuflichkeit angehen könnte. So richtig los geht es also erst im Winter.

Bis dahin möchte ich hier auch verstärkt nicht mehr nur als Autorin, sondern auch Schreibpädagogin auftreten. Bleibt also dran für kreativen Input, Inspiration und kleine Schreibübungen zum Mitmachen!

Blogartikel über Queeres Erzählen

Mein Artikel über Queere Fantasy ist auf viel Interesse gestoßen. Ich freue mich euch mitzuteilen, dass das geschichtliche Forschungsprojekt „Frauenliebende Frauen im deutschen Südwesten 1945 bis 1980er Jahre“ mir die Möglichkeit gegeben hat, den Text gemeinsam zu überarbeiten und auf einer neuen Plattform, dem Blog, als Artikel an neue Lesende zu bringen. Vielen Dank für die Idee und Unterstützung!

Hier geht es zum Artikel auf dem Blog des Forschungsprojekts.

Mein Jahr ohne Schreiben – und wie ich wieder anfing

Ich war schon immer eine Vielschreiberin: Mein erster, nie beendeter Roman hatte 300 Seiten, bevor ich aufgeben habe, mein Deutsch-Abi hatte 24 Seiten, im Laufe meines Studiums habe ich acht Romanmanuskripte verfasst. Selbst während des Corona-Lockdowns habe ich in wenigen Wochen den ersten Band vom Tintenmeer geschrieben. Und dann… habe ich einfach aufgehört.

Lange habe ich mir eingeredet, keine Schreibblockade zu haben. Anderes war einfach wichtiger in dieser Zeit: der Start auf dem Arbeitsmarkt, Freunde treffen, neue Routinen aufbauen, den Pendelweg mit Lesen verbringen und, und, und… Abends war ich dann, trotz Teilzeitjob, einfach zu müde, um wieder in diese volle Konzentration zu finden, die ich meiner Meinung nach zum Schreiben brauchte. Schließlich hatte ich ja einige Erfahrung damit und ich wollte es gut machen, denn ich hatte ja schon einiges positives Feedback für meine Texte bekommen. Alles, was ich schrieb, musste mindestens genauso gut sein. Am Ende hat das aber nur dazugeführt, dass ich kaum mehr ein Wort zu Papier brachte.

Schreiben hatte begonnen, sich nur wie eine weitere Aufgabe anzufühlen, eine weitere Pflicht auf einer langen To-Do-Liste, die mir ein schlechtes Gewissen bereitete, da ich nie Zeit hatte ihr nachzukommen. Mein „Autorin-Sein“ saß mir im Nacken wie ein nerviges, quengelndes Bündel, das jedes Mal, wenn ich es beiseite stieß lauter zurückkam. Es mahnte mich, zu schreiben, aber bloß gut genug, hörst du? Und fange ja nichts Neues an, bevor du nicht mit einer Sache fertig bist!

In dieser Zwickmühle war nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Was“ meiner Worte gefangen. Immer mehr stauten sich diese Gedanken an und so länger ich es nicht tat, desto lauter wurden sie und hielten mich umso mehr davon ab. Ein ganz großes „Ich-kann-nicht“ hatte allen Raum und die Zeit, die sonst meinem Hobby gegolten hatten, eingenommen und eine große leere Höhle zurückgelassen, wo sich vorher Worte, Charaktere und ausgedachte Orte getummelt hatten.

Natürlich ist der kreative Mensch niemand, der sich plötzlich im Vakuum des Nichtstuns wohlfühlen würde. Mit einer Fülle von Ersatzhandlungen (Netflix, Nähen lernen, Basteln etc.) habe ich meine Tage und die Zeit, die ich früher zum Schreiben hatte, gefüllt. Ich habe auch nicht-kreative Hobbys wie das Langschwert-Fechten begonnen und – wie ich finde – meine sich in alle Winde und erste Ehen verstreuenden Freundeskreis nah bei mir behalten.

Dann kam Ende 2022 der große Crash: Mein Privatleben, meine Arbeit, meine Zukunftsperspektiven, alles, was ich tat, fühlte sich falsch an, wie ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung von dem, was ich eigentlich im Leben wollte, an. Was war daraus geworden, dass ich meinen Teilzeitjob immer wieder damit gerechtfertigt hatte, mich aufs Schreiben konzentrieren zu wollen? Was mit den zwei Romananfängen und der einen Überarbeitung, die noch in der Manuskriptbox unter meinem Bett lagen? Was war aus mir geworden?

Ich wusste lange, unglückliche Monate, dass ich etwas ändern musste. Leider war ich irgendwo zwischen Burn-Out und Depression gefangen und wer jemals damit in Berührung gekommen ist, weiß vielleicht, was die eigenen Gedanken einem für eine radikale Veränderung einflüstern wollen. Kurzum, meine psychische Gesundheit war am Ende und Schreiben längst nicht mehr eines meiner Probleme.

Ich musste schließlich die Pause nehmen, die meine Seele brauchte. Allein schon um zu lernen, dass das eben geht: das Leben auf Pause schalten. Und dadurch passierte ganz viel in kurzer Zeit. Ich lernte meine Frau kennen, ich nahm Änderungen im Job vor, ich kümmerte mich mehr um mich selbst. Es ist immer ein langer Prozess, Selbstfürsorge zu lernen und auch umzusetzen, ein Prozess, der von kleinen Rückschritten, die sich manchmal vernichtend anfühlen, begleitet wird. Das Schreiben kam genauso wenig schlagartig zurück wie die seelische Gesundheit. Aber aus dem Prozess dieses Lernens heraus fand ich zurück zu meinem Schreiben. So viele Lernerfahrungen aus der Therapie ließen sich aufs Schreiben übertragen.

TIPP 1: Einer meiner liebsten Tipps ist der „Termin mit sich selbst“, den man sich in den Kalender schreibt und genauso ernst nimmt wie eine Verabredung mit Freunden. Was macht man dabei? Einfach mal sein oder sich ein Buch, ein Bastelprojekt, ein Game vornehmen. Man behandelt sich und den Termin genauso wie man einen guten Freund behandeln würde: nicht in letzter Minute absagen und währenddessen nicht am Handy hängen, nicht zwischendrin aufstehen und den Müll rausbringen. Nehmt euch und die eingeplante Zeit, genauso wichtig wie einen Arzttermin, setzt euch hin und schreibt.

TIPP 2: Ein anderer Tipp, der mir sehr geholfen hat, war, kleine Ziele zu setzen. Du musst nicht sofort wieder einen Roman schreiben. Setzt euch kurze, erreichbare Etappen auf dem Weg zurück ins Schreiben. Vielleicht einfach mal eine Seite Freewriting probieren, ein bisschen Dialog ohne großes Drumherum schreiben, der einem schon mal öfter durch den Kopf gegangen ist, schreibt die Kusszene, zu der ihr in eurem letzten abgebrochenen Projekt nicht gekommen seid. Schreibt etwas Altes mit Hand ab, aber schreibt! Lernt wieder, euch etwas vorzunehmen und Erfolg zu haben.

TIPP 3: Bei mir hat sich aus diesem nie endenden Zwang, Notizbücher zu füllen ein Freewriting-Versuch ergeben, in dem eine Metapher entstanden ist, die ihr jetzt im Quell der Weberin lesen könnt. Darin schüttete ich mein Herz aus: Kreativität, die in uns ist, geht nicht verloren. Sie ist bei uns, aber die Umstände können sie verändern, man muss nur herausfinden, wie sie wieder in unser Leben passt. Für mich hat das Schreiben diese Kurzgeschichte so viele getan: ich war auf Anhieb mit dem Text zufrieden, ich war mir klar geworden, was denn eigentlich mein Problem gewesen war und konnte mir selbst zusprechen und zugleich mitteilen, wie ich mich fühlte, nur weil ich einmal meinen Gedanken freien Lauf gelassen hatte, während ich einen Stift in der Hand hatte. Das war im Sommer 2023.

2024 folgte dann mein bisher „erfolgreichstes“ Jahr. Warum Anführungszeichen? Weil ich diesen Erfolg nicht in der Anzahl der Worte messe, die ich zu Papier gebracht habe, und weil ich keinen Vergleich habe. 2021 hatte ich das Ragnarök-Rätsel an ca. zwanzig Verlage geschickt, ohne Erfolg. Aber das war es soweit auch schon. 2024 traute ich mich und sendete bei 6 Ausschreibungen und Wettbewerben Texte ein. Vier wurden genommen. Ich hatte eine Auszeit vom Arbeitsleben von knapp zweieinhalb Monaten und veröffentlichte mein Selfpublishing-Buch. Woher also der Erfolg? Weil ich es überhaupt getan habe, unabhängig vom Ergebnis. Vielleicht hätte ich auch schon vor 5 Jahren eine Kurzgeschichte veröffentlichen können, vielleicht musste ich auch erst meine Erfahrungen bis hierher sammeln. Aber eines hat ganz entschieden dazu beigetragen: Ich nehme mein Schreiben und mein Bedürfnis danach ernst, entscheide mich, ihm Raum zu geben und mache mir einen Plan, was als Nächstes ansteht. Ich sage nicht nein zu meinen anderen Hobby, ich sage ja zum Schreiben, ja zu mir.

Lesen und lesen lassen 10 & 11 & 12 „Babel“ – R. F. Kuang & „Urban Fantasy Goes Queer“ & „The Book Eaters“ Sunyi Dean

Nach einiger Lesepause (wobei, die Pause keine Pause sondern ein sehr langes Buch war) kann ich heute meine letzten 2 Lesemonate zusammenfassen.

Was kann man über Babel sagen, außer „lies es“. Ich musste von Cover und Beschreibung einfach angezogen sein: ich habe Sprachen studiert und das Ziel meiner ersten großen Reise war Oxford. Übersetzer sind die Magier dieser Welt, denen Magie entsteht aus den Bedeutungsfeinheiten von Wortpaaren, die in Silber geprägt werden. Übersetzung kann nur an einer Universität im Herzen des viktorianischen, britischen Empires studiert werden: Oxford. Ein Leseabenteuer, das vertraut klingende Elemente zu etwas völlig Neuem mit deutlicher Kolonialismus-Kritik verbindet. 10/10 Silberbarren für alles, was ich in einem Buch brauche und die vielen Seiten, die mich fast einen Monat verzaubert haben.

The Bookeaters stand lange auf meiner Leseliste, bis ich es dieses Weihnachten bekommen habe. Auf Anhieb wusste ich nicht mehr, über welche Wunschliste es bei mir gelandet war, aber beim Lesen habe ich schnell gemerkt: mehrere. Die „Buchesser“ sind eine nie völlig erklärte Spezies, die nur menschliche aussieht, sich aber vom Essen von Büchern und Papier ernährt. Ihre abgeschottete Gesellschaft funktioniert nach strengen Regeln, aus denen die Protagonistin ausbricht, um ihren Sohn, einen „Mindeater“ vor seinem vorbestimmten Schicksal zu retten. Schnell zu lesen, aber spannend bei jeder Wende und Rückblende. 8/10 Büchersnacks für das originelle Konzept und das queere Ende.

In meiner Reise durch die Queer Fantasy war Urban Fantasy Goes Queer ganz oben auf der Liste. Allein der Titel lässt mich wünschen, ich hätte früher angefangen, mich mit Kurzgeschichten schreiben zu beschäftigen. Aber auch als Lesende ist diese Anthologie ein Traum. Wie mit allen Sammelbänden kann man sich natürlich nicht für jede Story begeistern, aber objektiv ist es eine Sammlung mit toller Bandbreite, vielfältigen Identitäten und mir ist nichts vergleichbares bekannt. Schließlich ist das das erste/einzige, was bei einer Suche nach Queer Fantasy Büchern direkt aufkommt. Meine Lieblinge waren „Lockfrequenzen“, „Nzinga die Pionierin“ und „Der Homunculus“. 9/10 fürs Alles-Richtig-Machen.